Zum vorletzten Rennen des Wintercups ging es heute nach Wien. Genau in die Schwarzlackenau. Ein bewaldetet Stück Grün nördlich der Donau, ca. 5 km flussaufwärts der UNO City. Nach Anreise bei herrlichstem Wetter bis Knoten Steinhäusl, zeigte sich Wien an diesem Tag nebelverhangen bei 2° Celsius. Barney und meine Wenigkeit (Ames) stellten sich auch heute wieder den Kampf gegen die Wiener Cross Elite. Leider war unser Nachwuchs nicht am Start, da der Großteil an einer Verkühlung laboriert bzw. eine solche gerade erst überwunden hat. Aber beim letzten Rennen in der Brigittenauer Bucht, sollten wir wieder komplett vertreten sein, da ja Vorbereitungsrennen auf die eine Woche später statt findende Ö-Staatsmeisterschaft am Laaher Berg.

So, zum Rennen. 110 Teilnehmer auch diesesmal wieder am Start. Heute gab es eine besondere Neuheit. Es wurde auf vielfachen Wunsch der meisten der Teilnehmer, (wurde ja heftigst in den verschiedensten Foren diskutiert) eine Korridorregelung vom RC Schnecke eingeführt. 1.Reihe, die Besten in der Cupwertung und alle Spitzenfahrer, die zwar nicht im Cup vorne sind weil nicht alle Rennen bestritten, aber für eine TOP 15 Platzierungen allemal in Frage kommen. 2. Reihe die Nächstplatzierten. Es wurde dazu vom Veranstalter eine Liste erstellt, die bei der Anmeldung einzusehen war. Siehe da, auch Barney und ich durften zu unserer Freude in der 2. Reihe Platz nehmen. Pünktlich um 10.30 wurde vom Starter die Startflagge gehoben und los ging's. Heute schien mir das Ganze doch etwas ruhiger in der ersten Runde abgelaufen zu sein. Die neue Regelung scheint doch was gebracht zu haben. Ein toller Kurs war auch heuer wieder in diesem Teil von Wien zu befahren. 3 schnelle lange gerade Passagen wo Windschattenfahren und Kraft in den Beinen gefragt war. Hieß es ja, die Tachonadel in diesen Abschnitten, wenn möglich an die 40 km/h zu bekommen. Dann super Trailpassagen und einige gefinkelte, rutschige Kurven, dazu noch eine unangenehme schwierige und Kräfte zerrende Wiesenschrägpassage, die nur die Besten der Besten fahrend bewältigten. Für den Rest hieß es "Wer sein Fahrzeug liebt, der schiebt". Am Ende waren die üblichen Verdächtigen wieder vorne. Gerald Hauer, der ja schon Ö-Vizequerfeldeinmeister gewesen ist (2005 Hirschstetten) gewann, vor den sich in starker Form zeigenden 24 H Masterweltmeister Thomas Widhalm und dem Fahrer des Veranstaltervereines Helge Mensching.

Zu uns: Barney, durch die Neuregelung sichtlich motiviert, endlich einmal weiter vorne starten zu dürfen (bei den letzten Rennen hat er sich beim Anstellen nicht weiter nach vorne gewagt) erwischte einen optimalen Start und fand sich nach der ersten Runde auf Rang 24 wieder. Ich satte 10 Ränge dahinter. In den ersten beiden Runden war Barney für mich nicht mehr zu sehen. Aber siehe da, in der 3. Runde hatte ich dann plötzlich wieder Sichtkontakt zu meinem Vereinskollegen. Das gab mir zusätzlich Kraft und kurz dachte ich heute vielleicht sogar an Barney heran fahren zu können. Aber das erwies sich schnell als Irrtum. Trotzdem konnte ich mich doch etwas mehr plagen als in den letzten Rennen. Zudem liegt mir dieser wirklich "Geile" Kurs mit seinen technischen Anforderungen. Am Ende belegte Barney den für ihn, so wie er bei der Heimfahrt betonte, nicht zufriedenstellenden 36. Rang. Ich hatte in der vorletzten Runde noch Riesenglück. Wäre beinahe an einen Baum geknallt, da es mir das Vorderrad verschlagen hat. Aber noch mal gut gegangen. Puuhh!! Am Ende war ich mit Rang 43 sehr zufrieden und freue mich schon heute auf das Finale in der Brigittenauer Bucht. Barney wollte ja unbedingt seinen 10. Platz in der Cupwertung halten. Ob es sich ausgegangen ist? --- Morgen wissen wir mehr. Ach ja noch was. Unsere Kollegen von der Masterabteilung Wels waren, auch wieder mit dabei, nachdem sie beim letzten Run ausgelassen hatten. Scheinbar haben sich ihre nächtlichen Streifzüge nicht negativ auf ihre Leistungen ausgewirkt. Ihr Capo Daniel Repitz fuhr ein super Rennen und ließ uns Lambacher heute keine Chance. Gratulation Daniel. Da freuen wir uns mal auf die Ö-Meisterschaften am 11.01.2009.

Danke auch noch mal an das Team von Schnecke Wien. Tolle Arbeit. Eines verblüfft mich immer wieder. Keine Transponder und trotzdem schaffen sie es immer wieder, eine perfekte Ergebnisliste in kurzer Zeit zu erstellen. Überhaupt die Damen im Team behalten da den Überblick und ihr 1,98-ziger Andreas Mitterlehner ist nicht nur der Mann der EDV, sondern auch bei der Anmeldung, beim Auf-und Abbau, bei der Siegerehrung und beim Anfeuern immer zur Stelle.

Wir, vom Radclub Grassinger Lambach freuen uns schon auf das Finale am 04. Jänner. Bis dahin wünsche ich allen und speziell dem Organisationsteam ein frohes und geruhsames Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2009.


Ergebnisse
  

 

© by Fabian Loris 2012

 

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