Anmeldung EZF durch das Grünbachtal

Bericht ÖRV-HP:

Bereits die Premiere des Zeitfahrens „Durch das Grünbachtal“ im Vorjahr war ein großer Erfolg. Fast 400 Starter aus allen Radportklassen gingen im Herzdorf Offenhausen ins Rennen und machten es so auf Anhieb zum größten Zeitfahren Österreichs.

Nun strebt der Veranstaltende RC ARBÖ Grassinger Lambach nach mehr: „Wir wollen die Staatsmeisterschaften“ ist die klare Ansage der Organisatoren. Bereits heuer wird den Fans der packende Kampf um Sekunden auf einer großen Showbühne mit Videowall „live“ an den Biertisch serviert. Für zusätzliche Spannung sorgt die extra installierte Zwischenzeitschleife, die ebenso neu ist wie eine mehrere tausend Euro teurer Holzkonstruktion die die Zuschauer direkt über die Startrampe, hin zur Gastronomie führt. Tour de France Feeling also im Herzdorf Offenhausen, was nicht nur die Herzen der Sportler, sondern gewiss auch jene der Zuschauer schneller wird schlagen lassen.

Der Rundkurs ist mit einer Länge von 23km eher kurz, weist aber alle Attribute einer internationalen Großveranstaltung auf. Highspeed ist auf den ersten leicht abschüssigen Kilometern angesagt, danach wird die Strecke wellig um nach etwa zwei drittel der Distanz im 8% steilen Pennewanger Berg zu kulminieren. Insgesamt warten 170hm auf die heimische Radelite. Verteilt auf die 23km bedeutet das, dass nur ein echter Zeitfahrer, der es versteht seinen Rhythmus trotz des welligen Geländes exakt beizubehalten gewinnen kann. Auch das Material wird am Weg zum Sieg eine große Rolle spielen. Um die 10.000 Euro kostet ein Spitzen Zeitfahrrad, das durch die günstige Aerodynamik Durchschnittsgeschwindigkeiten über 50km/h ermöglicht.

In der Elite Rennklasse ist Andreas Graf der gejagte. Der Vizestaatsmeister aus dem Welser Gourmetfein Team ist ein ausgewiesener Spezialist und konnte seine gute Form heuer bereits mit einem zweiten Rang bei der international stark besetzten Griechenlandrundfahrt unter Beweis stellen. „Um mich nicht wieder zu blamieren, hab ich für heuer bereits die Landeshymne einstudiert…“ gefällt sich der gebürtige Niederösterreicher in der Favoritenrolle. Sollte es Graf wirklich gelingen den Landesmeistertitel erneut zu gewinnen, wird ihn die Pennewanger Musikkapelle live bei seinem musikalischen Solo unterstützen.

„Wir spielen die Hymne jedem Sieger live. Musik aus der Konserve kommt für mich als Musikant bei solch einem Anlass nicht in Frage…“ schmunzelt auch OK Chef  Michael Rosenauer zu Grafs vollmundiger Ankündigung. Aber auch „Bergkönig“ Josef Benetseder vom Team Vorarlberg wird ein Wörtchen um den Sieg mitreden.

Besonders gespannt ist man in den Reihen des Veranstalters RC ARBÖ Grassinger Lambach auf das Abschneiden von Lukas Pöstlberger (Team Gourmetfein Wels). Immerhin entstammt Oberösterreichs hoffnungsvollster U23 Fahrer der Lambacher Talentschmiede.

Spannend wird’s auch in der Masterkategorie. Versehrtensportler Manfred Gattringer stampfte im Vorjahr trotz 60% Invalidität die Tagesbezeit der über 40 Jährigen auf die Runde. Wirklich Überrascht hat der Sprunggelenk amputierte Ausnahmeathlet mit dieser Leistung jedoch nur die Zaungäste. Insider wissen längst, dass der Weltcupsieger in seiner Paradedisziplin kaum zu schlagen ist.

Aber egal wer gewinnt, der Kampf gegen die Uhr liefert immer würdige Sieger und spannenden Radsport. Genau deshalb möchte Walter Ameshofer, Obmann des RC ARBÖ Grassinger Lambach, den Christi Himmelfahrt Tag als Zeitfahrtermin etablieren. Sein erklärtes Ziel dabei nicht nur die Ausrichtung von Staatmeisterschaften, sondern auch die Ausschüttung einer Siegerprämie in Höhe eines Monatslohns. Dem chronisch zeitfahrschwachen Österreichischen Radsport würde solch ein Anreiz sicher enorm helfen…

  



 

© by Fabian Loris 2012

 

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